Druckansicht der Internetadresse:

Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität

Seite drucken

Projekte

Projekt AGROR

Weizenfeld

In diesem Projekt wird mit verschiedenen spektroskopischen Methoden (NMR, LCMS, IRMS, Raman- und N/IR-Spektroskopie) ermittelt, ob es möglich ist in kurzer Zeit eine Vielzahl von Inhaltsstoffen in Getreide zu identifizieren. Ziel sind die Erkennung und Unterscheidung des Profils dieser Inhaltsstoffe, sowie Herkunft, Anbaumethode und Sortenreinheit. Die Methoden werden bereits in der Industrie zur Prüfung der Authentizität von Rohwaren eingesetzt. Die NMRSpektroskopie, wird als high-end Methode zur Prüfung von Fruchtsäften, Weinen und Honig angewandt.

Es wird geprüft, inwiefern NMR, LCMS und IRMS, alleine oder in Kombination als Referenzmethoden für die Herkunftsanalytik von Getreiden etabliert werden können. Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung von high-end Referenzmethoden, und die Entwicklung von Screening Verfahren für die Analytik am Ort des Bedarfs. Hier liegt der Fokus auf optischen Analysemethoden, vorwiegend Raman sowie Nah- und Mittlere IR-Spektroskopie. Es wird eine umfangreiche Stoffdatenbank mit authentischen, analysierten Getreideproben sowie entsprechende Spektrendatenbanken von Inhaltssoffprofilen mit den jeweiligen Verfahren aufgebaut. Mittels chemometrischer Verfahren werden statistische Modelle erarbeitet, welche eine Analyse der Herkunft einer Getreideprobe erlauben. Es wird geprüft, ob sich aus den Inhaltsstoffprofilen Markermoleküle ableiten lassen. Es wird untersucht, ob die resultierenden chemometrischen Modelle und Marker auch auf höher verarbeitete Produkte, wie Mehle und fertige Backwaren, angewendet werden können.


Projekt LULO

Durch die Nutzung industrieller Abwärme im Niedertemperaturbereich können im Tropenhaus Klein-Eden seit 2012 erstmalig tropische Früchte, auch unbekannte und kaum am deutschen Markt verfügbare wie die Lulo (Solanum quitoense), ressourcenschonend erzeugt und vermarktet werden. Ziel dieser Studie ist es, die Expertise im Anbau der Lulo zu erweitern und  Maßnahmen zu entwickeln, die im Rahmen einer nachhaltigen Fruchtproduktion in Klein-Eden und von möglichen Nachahmer-Projekten umgesetzt werden können. Das Saatgut der Lulo wird molekularbiologisch auf vorhandene Phytopathogene untersucht. In Anbauversuchen sollen das Wachstum, die Krankheitsanfälligkeit, die Phänologie, der Ertrag und die Fruchteigenschaften verschiedener Varietäten der Lulo verglichen und drei Anbausysteme für eine kostengünstige und ertragreiche Kultur getestet werden. Aus den Ergebnissen sollen konkrete Handlungsoptionen für Anbau und Forschung abgeleitet werden, die auf nationaler und internationaler Ebene verbreitet werden. Zusammen mit dem Verbundpartner (Klein-Eden Tropenhaus am Rennsteig gGmbH) soll die Umsetzung in die Praxis unterstützt werden.


Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Hanna Schösler

Facebook Twitter Youtube-Kanal Instagram Blog Kontakt